Fachbereich 3

Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik


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Musikergesundheit in Theorie und Praxis

Dozentin/Dozent

Dr. Judith Zimmermann

Beschreibung

In diesem Seminar haben Sie die Möglichkeit, die theoretische Auseinandersetzung mit dem Themenfeld "Musikergesundheit" mit dem Erlernen und Praktizieren einer für Musiker geeigneten Entspannungsmethode zu kombinieren. Um im Seminar eine intensive, praktische Arbeit zu gewährleisten sind die TN-Plätze auf 15 begrenzt. Bitte melden Sie sich für dieses Seminar nur an, wenn Sie a) eine regelmäßige Teilnahme gewährleisten können und b) bereit sind, auch außerhalb des Seminars Zeit für das eigenständige Praktizieren der Entspannungsübungen zu investieren.

Theorie: Die Tätigkeit von Musikerinnen und Musikern ist mit ganz spezifischen gesundheitlichen Belastungen und Risiken verbunden. Neben körperlichen Beschwerden, die instrumenten- und belastungsabhängig am Bewegungsapparat auftreten, stellt Lampenfieber / Auftrittsangst eines der zentralen Musikerprobleme dar. In diesem Seminar werden wir uns mit aktuellen Forschungsbefunden zur gesundheitlichen Situation von (Berufs-)Musikern und zur Therapie und Prävention musikerspezifischer Beschwerden befassen, Theorien und Modelle im Themenfeld Gesundheit/Krankheit/Prävention kennenlernen und die Rolle von MusiklehrerInnen in diesem Kontext beleuchten.

Praxis: Neben dieser theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema wird die praktische Arbeit viel Raum im Seminar einnehmen, die Seminarteilnehmenden erlernen im Laufe des Semesters die Methode der Progressiven Muskelentspannung, die sich in mehrfacher Hinsicht gut für MusikerInnen eignet:
Progressive Muskelentspannung (auch: Progressive Muskelrelaxation, kurz PMR) ist ein Entspannungsverfahren, bei dem verschiedene Muskelgruppen des Körpers willentlich kurz angespannt werden. Durch die aktive, kräftige Anspannung fällt der Kontrast zur anschließenden Entspannung besonders deutlich aus und kann daher meist sehr gut und tief empfunden werden, wodurch eine generalisierte Entspannungsreaktion eintritt.
Neben der unmittelbaren Reduktion muskulärer Anspannung durch die Übungen entwickelt sich bei regelmäßiger Übung zudem eine sensiblere Selbstwahrnehmung für Spannungszustände in der Muskulatur, so dass entstehende Verspannungen bereits frühzeitig bemerkt und vermieden werden können.
Die spannungsregulierende Wirkung der PMR kann weiterhin auch in besonders herausfordernden und stressigen Situationen (z.B. bei Auftritten / Lampenfieber) genutzt werden, um gezielt das eigene Anspannungsniveau zu regulieren.

Semester SS 2020
Raum und Zeit 11/328
Veranstaltungsart Seminar
SWS 2
ECTS 2/3/4

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